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	<title>Joachim Uerschels &#187; Rezensionen</title>
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	<description>Musiker - Autor - Musikjournalist</description>
	<lastBuildDate>Wed, 18 Jul 2012 11:45:30 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Rezension: Jimmy Cliff – Rebirth</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jul 2012 10:16:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer in den 80ern zu Ska und Reggae gekommen ist – wie meine Gang und ich, der hat mit großer Wahrscheinlichkeit ein gespaltenes Verhältnis zu Jimmy Cliff. Damals waren wir uns sicher, dass der Mann „es“ verloren hatte. Jimmy Cliff war jemand, der aus unserer Sicht unerträglichen Reggae light machte, mit E-Drums, Synthie-Bläsern und Reimen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><a href="http://www.amazon.de/Rebirth-Jimmy-Cliff/dp/B008CDQ5L0/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1342606977&amp;sr=8-1"><img src="http://joachim-uerschels.de/wp-content/uploads/2012/07/jimmy_cliff_rebirth1-540x540.jpg" alt="" title="jimmy_cliff_rebirth" width="540" height="540" class="alignnone size-large wp-image-245" /></a><strong>Wer in den 80ern zu Ska und Reggae gekommen ist – wie meine Gang und ich, der hat mit großer Wahrscheinlichkeit ein gespaltenes Verhältnis zu Jimmy Cliff. </strong></p>
<p>Damals waren wir uns sicher, dass der Mann „es“ verloren hatte. Jimmy Cliff war jemand, der aus unserer Sicht unerträglichen Reggae light machte, mit E-Drums, Synthie-Bläsern und Reimen wie „Dance so sweet/to the Reggae Beat“. Seine Errungenschaften  waren unbestritten. Über Klassiker wie „Vietnam“, „You Can Get It If You Really Want“ und „The Harder They Come“ gab es nichts zu diskutieren. Aber die „Weiterentwicklung“ in den 80ern? Erschütternd. </p>
<p>Ein gutes Beispiel war unser Ibizaurlaub circa 1985. Überall hingen Plakate von Jimmy Cliff. Wir dachten ernsthaft darüber nach, zu seinem Konzert zu gehen und ihm noch eine Chance zu geben. Auch wenn die Single, die dauernd im Radio lief, „Reggae Nights“ hieß. Ich meine mich zu erinnern, dass die zweite Hälfte des Refrains – unterlegt von einem digitalen Marimba-Werkssound &#8211; auf „Dancing Till The Morning Light“ endete. </p>
<p>Das Konzert fiel aber aus. Gründe dafür wurden nicht genannt. Jeden Morgen sahen wir auf dem Weg zum Strand, wie die Plakate vor sich hin fledderten. Und wir feixten, dass man ihm wohl nicht genügend Kokain geboten hätte. Gemein, ich weiß. Aber so waren wir. Ich will nicht sagen, dass wir ihm die Konzertabsage so richtig übel genommen hätten. Er spielte einfach keine Rolle mehr. Wie ein Onkel, der einem als Kind spannende Geschichten erzählt hat, der sich aber mit der Zeit als Idiot rausstellte. </p>
<p>Mehr als 25 Jahre sind jetzt vergangen. Die Konturen sind verschwommen. Wir selbst haben auch die eine oder andere Leiche im Keller. Da kann man schon mal altersmilde werden. </p>
<p>Man kann aber auch anerkennen, dass Jimmy Cliff 2012 mit seinem Album <a href="http://www.amazon.de/Rebirth-Jimmy-Cliff/dp/B008CDQ5L0/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;qid=1342606977&#038;sr=8-1">„Rebirth“</a> die komplette Geschichte auf den Kopf stellt. Wo holt er auf einmal wieder diese engagierten Texte auf rollenden Tunes her, an denen die Wiedergeburt des Early Reggae nicht spurlos vorbei gegangen ist? Und was ist mit der Stimme? Die ist ja noch immer voll hoch und voll da. Dabei ist der Mann über 70.</p>
<p>Schon bei der ersten Single „One More“ (mit richtigen Bläsern) gehen die Augenbrauen hoch. Und es kommt noch besser: Der Song „World Upside Down“ setzt genau da an, wo Cliff mit seinen Klassikern aufgehört hat – diese in die Leichtigkeit des Pop gebettete soziale Kommentare. Ich nehme ihm gerne wieder jedes Wort ab. Als hätte es die dunklen Jahre dazwischen nie gegeben.<br />
<iframe width="540" height="304" src="http://www.youtube.com/embed/BWZWARXC1cA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Die Cover-Songs wie „Guns Of Brixton“ von The Clash sind sehr in Ordnung, aber viel bemerkenswerter finde ich die Sachen, die neu im Studio entstanden sind. Wenn er singt: „I’ve got one more arrow in my bow“, dann stimmt das einfach. </p>
<p>Wie konnte das passieren? Vielleicht hat Produzent Tim Armstrong (Rancid) so beharrlich versucht, nach dem echten, dem wahren Jimmy Cliff zu bohren, dass er irgendwann auf Gold stoßen musste. Vielleicht war Cliff aber auch einfach bereit. Es kann uns egal sein. </p>
<p>Ein Track nach dem anderen wird von meiner ergrauten Gang gefeiert. Wir würden es vielleicht Rehabilitation nennen. Jimmy Cliff selbst sagt <a href="http://www.amazon.de/Rebirth-Jimmy-Cliff/dp/B008CDQ5L0/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;qid=1342606977&#038;sr=8-1">„Rebirth.“</a> Auch gut. Der Onkel ist doch kein Idiot. Nachdem sich der Nebel gelichtet hat, wird klar, dass er sogar einer der ganz großen Helden ist. Trotz allem. Danke.<br />
<div id="attachment_236" class="wp-caption alignnone" style="width: 540px">
	<a href="http://joachim-uerschels.de/wp-content/uploads/2012/07/IMG_2277.jpg"><img src="http://joachim-uerschels.de/wp-content/uploads/2012/07/IMG_2277-540x299.jpg" alt="Joachim Uerschels mit Jimmy Cliff-Single" title="Joachim Uerschels mit Jimmy Cliff-Single" width="540" height="299" class="size-large wp-image-236" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Mr. Cliff, ähm, könnten Sie bitte meine &quot;Vietnam&quot;-Single signieren?</p>
</div></p>
<p>&#8220;Rebirth&#8221; von Jimmy Cliff steht zur Wahl des &#8220;<a href="http://reggae-steady-ska.com/all-ska-rocksteady-early-reggae-albums-released-in-2012/">Best Ska Rocksteady Early Albums 2012.&#8221;</a> Die  Nominiertenliste wird hier aktualisiert.</p>
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		<title>Album-Rezension: Shootki – Turn Back Time (Ska)</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 11:14:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Album-Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Ska Music]]></category>
		<category><![CDATA[Ska-Album]]></category>
		<category><![CDATA[Third Wave Ska]]></category>

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		<description><![CDATA[To read the English version go here. Schaut man sich an, welche Alben die namhaften Ska-Labels in den letzten Jahren veröffentlicht haben, dann ist wohl klar: Der Trend geht weg von hohen Drehzahlen und hin zu Rocksteady und Early Reggae. Das heißt auch: mehr Orgel, weniger Bläser. In beiden Belangen (Drehzahl, Instrumente) fällt die Moskauer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><div id="attachment_87" class="wp-caption alignnone" style="width: 600px">
	<a href="http://joachim-uerschels.de/ska-album-shootki-turn-back-time/120425_shootki_turn-back-time/" rel="attachment wp-att-87"><img class="size-large wp-image-87" title="Ska-Album Shootki_Turn Back Time" src="http://joachim-uerschels.de/wp-content/uploads/2012/04/120425_Shootki_Turn-Back-Time-600x600.jpg" alt="Ska-Album Shootki_Turn Back Time" width="600" height="600" /></a>
	<p class="wp-caption-text">Die Skaband Shootki aus Moskau und ihr Album &quot;T urn Back Time&quot;</p>
</div>
<p>To read the English version go <a href="http://reggae-steady-ska.com/album-review-shootki-turn-back-time/" target="_blank">here</a>.</p>
<p><strong>Schaut man sich an, welche Alben die namhaften Ska-Labels in den letzten Jahren veröffentlicht haben, dann ist wohl klar: Der Trend geht weg von hohen Drehzahlen und hin zu Rocksteady und Early Reggae. Das heißt auch: mehr Orgel, weniger Bläser. In beiden Belangen (Drehzahl, Instrumente) fällt die Moskauer Band Shootki mit ihrem neuen Album „Turn Back Time“ aus der Zeit. Vielleicht erscheint es deswegen im Eigenverlag und nicht bei einem der besagten Labels. Mit fehlender Qualität hat es jedenfalls nichts zu tun.</strong></p>
<h2>Bläser</h2>
<p>Schon nach wenigen Takten entsteht ein Klangwelt, wie sie in den späten 80ern Jahren von Bands wie den frühen The Busters, Skaos und den Mighty Mighty Bosstones gebaut wurde. Shootkis Songs werden nicht von Riddims getrieben, sondern von Melodien. Und die kommen zum großen Teil von Trompete, Saxophon und Posaune. Ich habe lange keine Platte mehr gehört, in der die Bläsersätze auch in Songs mit Gesang so dominant waren. Mal sind sie fein arrangiert, dann wieder drücken sie ganz gewaltig. Die Beats sind deutlich dünner, zum Teil frickelig mit vielen Breaks, hört man dieser Tage auch nicht so oft.</p>
<h2>Einflüsse neben Ska</h2>
<p>Shootki bedienen sich bei Swing und Punk, in der Sologitarre kann schon mal Surf anklingen. Oder etwas, das mich an Emo Rock denken lässt. Auch wenn das ungewohnt ist, für Abwechslung ist jedenfalls gesorgt. Die gibt’s auch sprachlich. Neben einigen Instrumentals sind ein paar Songs auf Englisch, andere auf Russisch. In seiner Heimatsprache fühlt sich der Sänger deutlich wohler, ist mein Eindruck &#8211; da geht er mehr nach vorne.</p>
<h2>Die Bandbreite</h2>
<p>Wenn es ein zentrales Stück gibt, dann ist es der Titelsong „Turn Back Time“. Ein Opus. Und auch da zeigen Shootki, was sie können, wenn sie fast unmerklich aus einem naiven Pling-Pling eine prächtige Soundwand entstehen lassen. Damit ist auch schon die Bandbreite der Band beschrieben. Vom minimalen, folkloristischen Thema über den erhabenen Pop-Wohlklang bis zum brachialen, die Welt umarmenden Mitgröhl-Chorus. Mal Hochzeitsband, dann Festival-Rocker.</p>
<p>Mag sein, dass Shootki damit nicht gerade dem Zeitgeist der Ska-Labels entsprechen. Aber hier sind die Entwicklungen ja auch in Wellen. Warum sollte ein Früh-70er Early Reggae-Sound moderner sein als ein Mittneunziger Third Wave-Style? Vor allem wenn der Uptempo Ska so frisch daher kommt wie bei Shootki. Als Sprungbrett auf die großen Rockfestivalbühnen wäre eine fettere Produktion hilfreich gewesen, aber abgesehen von den Kosten &#8211; dann hätte „Turn Back Time“ womöglich einen Großteil seines Charmes verloren.</p>
<p>Joachim Uerschels</p>
<p><iframe width="100%" height="450" scrolling="no" frameborder="no" src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F1505233&amp;auto_play=false&amp;show_artwork=true&amp;color=888888"></iframe></p>
<p>Notes:</p>
<ul>
<li>Artist: Shootki</li>
<li>Album name: Turn Back Time</li>
<li>Release Date: early 2012</li>
<li>Style: Third Wave Ska</li>
<li>Record Label: self</li>
<li>Country (Artist): Russia</li>
<li>Country (Label): Russia</li>
</ul>
<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/14aec79df92548708d2d4bfa56c0b08c" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Album-Rezension: Tommy Tornado &#8211; Cool Down</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 13:56:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Jamaican Ska]]></category>
		<category><![CDATA[Rude Rich & The High Notes]]></category>
		<category><![CDATA[Ska from the Netherlands]]></category>
		<category><![CDATA[Traditional Ska]]></category>

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		<description><![CDATA[Tommy Tornado – Cool Down (Pork Pie Records) Ein Geständnis vorweg: Das erste Album von Tommy Tornado („Sunrise“, der Vorgänger zu „Cool Down“) ist mir nicht bekannt. Die Soloplatte vom Tenor-Saxophonisten einer noch so guten Band ist nicht gerade das, worauf ich gewartet habe. Mir ist Tommy Tornado auch bisher nie aufgefallen. Bei seiner Band [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p></p><p><a href="http://joachim-uerschels.de/rezension-tommy-tornado-cool-down/ska-album-2012-tommy-tornado-cool-down-2/" rel="attachment wp-att-59"><img src="http://joachim-uerschels.de/wp-content/uploads/2012/04/Ska-Album-2012-Tommy-Tornado-Cool-Down1-600x536.jpg" alt="Ska Album 2012 Tommy Tornado-Cool Down" title="Ska Album 2012 Tommy Tornado-Cool Down" width="600" height="536" class="alignnone size-large wp-image-59" /></a><br />
<h3>Tommy Tornado – Cool Down (Pork Pie Records)</h3>
<p>Ein Geständnis vorweg: Das erste Album von Tommy Tornado („Sunrise“, der Vorgänger zu „Cool Down“) ist mir nicht bekannt. Die Soloplatte vom Tenor-Saxophonisten einer noch so guten Band ist nicht gerade das, worauf ich gewartet habe. Mir ist Tommy Tornado auch bisher nie aufgefallen. Bei seiner Band Rude Rich &amp; The High Notes (aus Amsterdam) kann ich mich nur an den großartigen Sänger, den smarten Zweitsänger und Percussionisten, sowie den Organisten und Chef erinnern. Wenn ich sie das nächste Mal sehe, werde ich genauer auf den Mann mit der Brille achten.</p>
<h4>Das Label</h4>
<p>Dass mir Tommys zweites Album ausgerechnet von Pork Pie Records geschickt wird, ist ein weiterer Grund für meine abwartende Haltung. Das Label steht ja eher für beherzten Uptempo Ska und schillernden Jux als für stilechten Instrumental Reggae. Mit der letztjährigen Veröffentlichung des Babylove &amp; The Van Dangos-Albums „The Money &amp; The Time“ hat Labelmacher Matzge zwar angedeutet, dass er auch ein offenes Ohr für „Geschmackvolles“ hat. Aber es hätte auch ein Versehen sein können.</p>
<h4>Das erste Mal</h4>
<p>So dauert es eine ganze Weile, bis „Cool Down“ in meinem Player landet. Aber dann ist nach wenigen Takten schon der innere Widerstand dahin. Denn „Cool Down“ ist ein richtig cooles Ding. Hier ist jemand mit der jamaikanischen Musiktradition so was von per Du, dass da kein Blatt zwischen passt. Und dabei lässt er es nicht bewenden.</p>
<h4>Cool Down</h4>
<p>Vom rootsigen Opener „Marcus Garvey“ mit einer Lead-Gitarre, die treffsicher Kontrapunkte zu den warmen Bläsern setzt, über das schwer rollende „Rock Road“ mit dem italienischen Posaunisten Mr.T-Bone als Gast bis zum luftigen Abschluss „In This Time“ liegt eine tolle Tiefe und gleichzeitig Leichtigkeit in der Musik. Ein luftiges Geflecht aus Percussion, Bass, Drums, Orgel, Piano, Gitarren und dem dreiköpfigen Bläsersatz. Den führt Tommy Tornado an, ohne sich aufzudrängen. Sein Spiel ist immer sanft, nie aggressiv, nie nervig. Mehr Lester Young als John Coltrane, um mal von den nahe liegenden Bezugspunkten Roland Alphonso und Tommy McCook wegzukommen. Unter den zehn Tracks sind noch zwei bis weitere Klopper, die bei aller Liebe zur jamaikanischen Tradition melodisch doch immer wieder einen eigenen Haken schlagen.</p>
<p>Schon klar, dass er das nicht alleine stemmen kann. Muss er auch nicht. Der Rest der High Notes steht ihm auf &#8220;Cool Down&#8221; zur Seite. Was die können, ist auch schon bis nach Jamaika vorgedrungen. Alte Helden wie Rico, Derrick Morgan, Alton Ellis und viele andere buchen sie als Backing Band für ihre Besuche in Europa.</p>
<h4>Old School</h4>
<p>Mir ist ein Tape eingefallen, auf dem ich mal vor vielen Jahren Instrumental Reggae-Tunes gesammelt habe. Ich habe es geliebt, auch wenn die Auswahl nicht gerade üppig war. Ich hatte nur drei Alben mit Instrumental Reggae, die meiner Meinung nach was konnten. „Return Of The Big Guns“ von den Skatalites, „Man From Wareika“ von Rico Rodriguez und eins von den Revolutionaries. Die haben sich auf dem Tape immer abgewechselt. Wenn ich so ein Tape noch mal aufnehmen würde, dann wäre die neue Platte von Tommy Tornado mit in der Rotation.</p>
<p>Joachim Uerschels</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/B006Z5C15Q/ref=as_li_ss_il?ie=UTF8&amp;tag=reggae-steady-ska-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B006Z5C15Q"><img src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;Format=_SL110_&amp;ASIN=B006Z5C15Q&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=AsinImage&amp;WS=1&amp;tag=reggae-steady-ska-21&amp;ServiceVersion=20070822" alt="" border="0" /></a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=reggae-steady-ska-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=B006Z5C15Q" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
<p>Notes:</p>
<ul>
<li>Artist: Tommy Tornado</li>
<li>Album name: Cool Down</li>
<li>Release Date: 24. 2. 2012</li>
<li>Style: Instrumental Reggae</li>
<li>Record Label: Pork Pie Records</li>
<li>Country (Artist): Netherlands</li>
<li>Country (Label): Germany</li>
<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/159acc02a51d4507843d522362f078fd" width="1" height="1" alt=""></p>
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